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Planerteam: 03 Architekten GmbH, grabner huber lipp landschaftsarchitekten, stadtplaner partnerschaft mbb

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Aktives Stadtquartier Pankow

Planerteam: Allmann Sattler Wappner Architekten GmbH, Transsolar Energietechnik GmbH, Rabe Landschaften

 

Aktives Stadtquartier Pankow – ein Ort der Gemeinschaft zum Leben, Wohnen und Arbeiten

Das Konzept für das urbane Stadtquartier „Pankower Tor“ schafft einen lebendigen Ort zum Arbeiten, Wohnen und Leben und ermöglicht mit einem sozial gerechten und vielfältigem Wohnraumangebot unterschiedlichste Lebensentwürfe. Das Quartier ist als offener, grüner Stadtraum mit zahlreichen Nachbarschaftsplätzen und Parks gestaltet. Es aktiviert ein neues Stadtquartier in Pankows Mitte und verwebt sich mit seiner Nachbarschaft. Entlang der Bahnachse und den Verkehrsstraßen entstehen aus Schallschutzgründen klammerförmige Gebäude, die einen großzügigen, geschützten Landschaftsraum aufspannen. Er gliedert sich in teilöffentliche und klar dem Wohnraum zugeordnete Fläche zum Gärtnern, spielen, Sport treiben und zur Erholung. Eine grüne Promenade verbindet die Nachbarschaften miteinander. Entlang des Kissinger Boulevards sind Mobility Hubs, Kitas, Werkstätten, Ateliers und Ladenlokale angeordnet. Ziel ist es, die neuen Gebäude klimaneutral zu betreiben. Über dachintegrierte Photovoltaikanlagen wird erneuerbarer Strom für das gemeinsame Netz erzeugt. Zudem sind sämtliche Dachflächen begrünt und haben so gemeinsam mit den grünen Oasen in den Höfen und den Biotopflächen im Eidechsenland einen positiven Effekt auf das Mikroklima und die Vielfalt an Tierarten am Standort.

Um den Konzeptplan und die Visualisierungen des Entwurfs anzuschauen, klicken Sie auf die unten angezeigten Bilder:






Was gefällt Ihnen an diesem städtebaulichen Ansatz? Wo sehen Sie Verbesserungsbedarf, woran sollten die Planer*innen noch arbeiten und warum?

Kommentare

Die Idee eines zentralen, grünen Wegs durch das Viertel wird von den Büros Astoc oder Nöfer viel besser gelöst. Der Panketrail wird ideenlos und abweisend an der Nordkante vorbeigeführt. Die Chance einer verkehrsberühigten, sonnigen Südseite an der Granitzstraße wird ebenso vertan. Dieser Entwurf überzeugt micht erst mal wenig.

Gut gelungen finde ich an diesem Konzept die Idee mit den Solarpanels und genutzten Dächern.

Dem stimme ich zu. Großes Plus zum Solardach. Vielleicht kann dies auch in andere Entwürfe integriert werden?

Bitte bedenken Sie das bei der Kurve an der Hadlichstraße das Projekt Staytion von dem Projektentwickler Consus AG entstehen soll.. aktuell ist parallel zu der Bahntrasse sowie zur Hadlichstaße ein Längerer Büroriegel geplant der die Durchführung kreuzt. Eine Unterführung sehe ich jedoch als Elementaren Bestandteil um die beiden Gebiete miteinander zu verbinden.

Als langjährige Anwohnerin sehe ich auch eine Verbindung ins Hadlichviertel als absolut notwendig. Der Verkehrsfluss (selbst, wenn nur Fußgänger*innen) auf der Berliner Straße würde entlastet werden.

wäre evtl auch an anderer Stelle denkbar: Höhe Tankstelle beispielsweise

Meiner Meinung nach der schlechteste Entwurf von allen. Der Entwurf reagiert nicht wirklich auf den Ort und ist beliebig auch auf der Grünen Wiese zu bauen. Besonders die mäandrierende Blockrand-ähnliche Struktur mit den geöffneten Höfen zum innenliegenden, öffentlich begehbaren Grünzug sehe ich kritisch. Teilweise werden hier Gebäude übererschlossen, da sie eine öffentliche Seite nach innen sowie nach außen haben. Kurzum: Es gibt keinen Hof für die Bewohnerschaft. Kein Vorn und kein Hinten. Der östliche Abschluss der zentralen Mäander Form ist geprägt durch einen überdimensionierten Freiraum an der Schule, der keine qualifizierten Raumkanten erhält und in der Weite des Platzes ausläuft. Der Entwurf bietet auch nicht wirklich Raum für flexible Architekturen, da die städtebauliche Figur schon sehr weit ausgearbeitet wurde. Es ist schade, dass das neue Quartier keine diversifizierten Räume erhält und durch die zwei Formensprachen sehr homogen wirkt, was der eigentlichen Idee eines bunten, kleinteiligen und gemischten Quartiers widerspricht.

Nicht einer der Pläne bedenkt es, dass auch die Menschen aus Richtung der Damerowseite gut hinüberkönnen. Klar, es gibt teilweise eine Unterführung, aber mal ehrlich … wenn ich Höhe der Shell Tankstelle in der Damerow wohne und zum Möbelhaus möchte, dann laufe ich nicht in die entgegengesetzte Richtung zur Unterführung, um dann den ganzen Weg wieder hoch zu laufen. Es fehlt schlichtweg noch ein Übergang (eventuell Höhe Netto oder Klaustaler). Zwecks Möbelhaus wäre ein Übergang für Autos natürlich am praktischsten, wenn dies nicht zu realisieren geht, dann wenigstens für Fußgänger. Bitte planen Sie diese Möglichkeit mit ein.

Das Konzept der Nachhaltigkeit ist hier wirklich am besten gelöst! Grade die Verzahnung von baulicher Struktur und Ökologie ist hier einzigartig. Dennoch könnte alles etwas dichter sein. Alles im allem aber sehr solide.

Alle Projekte betrachten nicht die folgende Grundlage:
- Es handelt sich mittlerweile um eine Grün-/Wildfläche.
- Diese Fläche liegt zwischen zwei lärmintensive Korridoren: die Granitzstraße und die Bahn-Strecke. Das macht die Lage nicht sehr attraktiv.
- Diese Fläche ist verkehrstechnik schon sehr gut angeschlossen. Diese Fläche muss einfach an beide vorhandenen S-Bahnhöfe Pankow und Pankow-Heinersdorf angeschlossen werden.
- Der östliche Fachmarkt mit Parkplatz wird nicht mehr gebraucht.
Folgende grundlegende Maßnahmen sind notwendig:
- Der Bahnkorridor lässt sich ja nicht ändern. Dadurch sollte die Granitzstraße entlang der Bahnstrecke umgeleitet werden.
- Die geplante Straßenbahnstrecke soll ebenso entlang die Bahnstrecke laufen. Der Sinn ist noch zu diskutieren, aber die erforderliche Fläche kann reserviert werden. Straßenbahn ist auch eine Lärmquelle, ins besonders wenn es Kurven gibt.
- Da die alte Granitzstraße entfällt, können die neuen Wohnhäuser den Kissingenviertel ohne Unterbrechung verlängern und werden so weit wie möglich vom Lärmkorridor stehen.
- So kann am meisten Grün gerettet werden und Wohnraum kann mit guter Lebensqualität trotzdem geschaffen werden.

Das Problem Ihres Vorschlages ist, die Granitzstraße mündet oder beginnt an der Prenzlauer Promenade. Das ist der östliche Knotenpunkt. Auch für eine Tram. Dort muss der Verkehr herum. Denn direkt an der Kreuzung beginnt die Autobahn/Schnellstraße. Und wir haben das heutige Gelände der Telekom an dieser Ecke. Zudem kommt der Verkehr noch zusätzlich über die Kreuzung von Heinersdorf.

Dieser Aspekt ist der Knackpunkt für Ihre Verlagerung der "Granitzstr." für Verkehr und Tram. Die Umleitung direkt hinter dem Telekomgelände wäre nicht wirklich sinnvoll. Noch problematischer wird es dann am anderen Ende. Auch dort können Sie die das Ganze nicht sinvoll einfädeln. Die Tram muss also über die Granitzstraße kommen, nur so kann sie auf die Gleise der M1 einschwenken. Mal abgesehen davon, an der Spitze, dem Pankower Tor muss und sollte ein Gebäude stehen, also ein Einkaufscenter. Und, an der Bahntrasse wird die Fahrradautobahn entlang führen. Für mehr ist am Pankower Tor auch kein Platz.

Grüße

Ich muss mich korrigieren. So irrte ich mich bei der Trasse der Tram im Bezug der Kreuzung Granitz/Prenzlauer Allee und der dem Gelände dort, natürlich der DB-Direktion, nicht der Telekom. Ebenso beim Einkaufscenter, das scheint offenbar vom Tisch zu sein.

Ich bin absolut begeistert, dass die Häuser klimaneutral sein werden. Zukunftsgerechtes Bauen ist heute absolut notwendig! Fassaden- und Dachbegrünung, sowie dezentrale Energieerzeugung gefallen mir sehr. Das sind wir unseren Nachfolgegenerationen schuldig. Außerdem kühlt sich so die Stadt ein bisschen runter!
Bester Entwurf :)

Mir gefällt, dass das Konzept klimaneutral arbeiten möchte.
Die Häuser selbst finde ich zu "klotzartig" und zu kühl.

Ohne die bisherigen Entwürfe betrachtet zu haben, fällt dieser Entwurf für meine Betrachtung in die 60er und 70er Jahre - von der Anordnung der Gebäude, Flächen und Art. Der Entwurf fügt sich für mich deplatziert und verschwenderisch in die Fläche, insbesondere auch zur Bahnseite und zur Ecke Berliner Straße/Granitzstraße. Die Versetzung an der Fläche passt nicht, orientiert sich nicht an die strukturierte dichte Bebauung in der Umgebung.

Ich empfinde den Entwurf als langweilig, wenig ideenreich. Im Prinzip das Einerlei aktueller Stadtplanung ohne Facetten und Orientung an die Umgebung. Das Quartier muss keine eierlegende Wollmichsau werden, aber die Grundstruktur sollte eine entsprechend dichte Blockrandbebauung bieten, keinen Platz verschwenden, zusätzlich trotzdem genügend Raum, gerne begrünte Dächer, aber dann mit den Fassaden farbliche und gestalterische Akzente setzen. Das fällt auch bei diesem Entwurf auf, dass die Struktur erneut zu großen Schwächen aufweist und zu wenig auf die lebensnahe und und freundliche Optik der Fassadengestaltung wert gelegt wird. Bunt, verspielt, farbenfroh, mit Elementen, auch mal normal, mit Stuck, mit Elementen der Baugenossenschaften nebenan. So schafft man Urbanität und belebtes Wohnen.

Der östliche Teil wirkt mit den in die Mitte hineinragenden "Ästen" der Baukörper relativ verbaut. Sollte dort die Grünfläche entstehen, wäre viel Platz verloren für eine sich weit öffnende Grünfläche bzw. Anlage.
Offen bleibt was auf den gelben Flächen zur Vernetzung mit dem Bezirk vorgesehen ist.
Der westliche Teil wirkt zu streng und monoton; da wäre eine Auflockerung wünschenswert.
Zwei der Baukörper sind sehr nahe zu den Gleisen; dort könnte es Probleme mit dem Lärmschutz geben.

Mir gefällt die Idee der grünen "Schlange", ich sehe aber nicht den Bezug zur Umgebung und vermute eine Fremdkörper-Wirkung anstelle einer Aufwertung des Pankower Zentrums. Nur 2 Sterne.

Im Vergleich insgesamt das ‚un-städtischste‘ Konzept: Eine Aufhebung der klassischen Differenzierung Privat-Öffentlich, bzw. der durch die Mitte der Felder geführte ‚Park‘ und die Straßen auf den anderen Seiten der halbschalenartigen Blöcke schaffen überall öffentliche Räume. Abgesehen davon, wird die grüne Fuge ihre Funktion nicht erfüllen, da sie zu unübersichtlichen Raumverhältnissen führt. Die Räume entlang der Bahntrasse aber auch entlang der Granitzer Str. werden als feindlich behandelt und genau das würde auch aus diesem Konzept erwachsen (self-fulfilling prophecy!).
Klaus Schäfer

Ich finde den Fokus auf Klimaneutralität top, bin mir aber im Bezug auf den städtebaulichen Ansatz noch nicht so sicher. Die Idee der halböffentlichen, abwechslungsreichen und sorgsam gestalteten Innenvernetzung mit gradiell steigender Privatheit in den Schnecken ist erstmal sehr sympathisch, leider bekommen die Räume nördlich und südlich der Bebauung dadurch einen eher abweisenden Charakter. Bin mir nicht sicher, ob bei den raumgreifenden Figuren Platz für die drei Durchwegungsachsen bleibt. Eine Konzentration zugunsten eines tatsächlich öffentlichen und großzügigen Freiraums im Norden oder Süden wäre vielleicht besser. Oder man denkt die Mittelachse noch konsequenter und reduziert die Räume im Norden.

Die ökologischen Aspekte stehen im Vordergrund, was positiv zu werten ist. auch die Hofstrukturen erscheinen positiv. Völlig unklar bleiben die Verkehrskonzepte, kaum ein Satz dazu, das ist leider zu vage. Dadurch wird der positiv zu wertenden Aspekt der konsequenten Nachhaltigkeit leider deutlich entwertet und es ist zu fürchten, dass vom ursprünglich guten Gedanken in Realität nicht mehr viel übrig bleibt.
Ohne eine detailliertere Darstellung der Gebäude(Bezüge), der Wegebezüge im Viertel und zu den anschließenden Quartieren erscheint mir dieses Konzept als insgesamt zu vage.

Ich finde das Konzept passt zum Viertel und ich frage mich warum der Ansatz mit den Photovoltaikanlagen und den grünen Dächern nicht in allen anderen Konzepten auch auftaucht? Sollte heutzutage zum Standard gehören bei der Stadtplanung. Wichtig wäre dass die Wohngebäude wirklich unterschiedlichen Lebensentwürfen entsprechen. Damit meine ich, dass eben bezahlbarer Wohnraum geschaffen wird, aber eben in Vielfalt. Keine kahlen Blöcke wie wir es auch Marzahn kennen bitte und eben auch nicht nur moderne Luxusbauten. Ich frage mich grundsätzlich warum in Pankow keine Schwimmhalle gebaut wird. Weit und breit gibt es keine moderne Schwimmhalle die nicht runtergekommen ist. aber das nur am Rande.

Der Entwurf lässt noch sehr viele Fragen offen, etwa die doch sehr zentrale Frage der Ausgestaltung des nördlichen und südlichen Randes. Was man schon sehen kann, überzeugt allerdings kaum. Der Grünraum in der Mitte der klammerartigen Wohngebäude ist recht ambivalent, weder richtig öffentlich noch richtig privat. Die Anordnung der höheren Kopfbauten ausgerechnet im introvertierten Grünraum dürfte funktional schwierig zu lösen sein und wirkt nicht stimmig.

Hier geht's mal wieder um die Planer, aber nicht um Pankow. Superklötzchen aber.

Moderationskommentar

Hallo Gast,
was konkret gefällt Ihnen nicht an diesem Entwurf? Wir würden uns freuen, wenn Sie Ihre Kritikpunkte für die Planungsteams sowie die Teilnehmenden des Dialogs nachvollziehbar formulieren könnten.
Beste Grüße
Moderation PS

Hat mit Pankow wenig zu tun. Die ausgefranste Blockstruktur ist schon anderswo und zu anderen Zeiten gescheitert. Überzeugt mich nicht, und ist auch überhaupt nicht anregend. Weshalb sollte irgendjemand dort hinwollen - 'Hier haben Eidechsen Vorfahrt' - na und?

Moderationskommentar

Hallo Gast,
Vielen Dank für Ihren Beitrag. Mit Hinweis auf die Dialogregeln möchte ich Sie jedoch bitten, bei der Formulierung Ihrer Beiträge auf Aussagen wie "sinnbefreites Planergeschwurbel" zu verzichten. Die Regeln finden Sie hier: https://www.pankower-tor.de/regeln
Beste Grüße
Moderation PS

Die Innenhöfe werden nicht für die Besucher da sein, überall Baumasse, keine Aufenthaltsqualität. Kein Flanieren, kaum Park. Die Nachhaltigkeit ist gut, aber im Vergleich zu den anderen Entwürfen nur, weil sie da nicht erwähnt sind.

Der Entwurf besticht durch seinen Ansatz der Nachhaltigkeit und Klimaneutralität. Überlegt werden sollte eine Durchmischung von Wohnen und Kleingewerbe bzw. Nahversorgung, um einen lebendigeren Mikrokiez zu schaffen. Die Wohnblöcke sind offen und bieten ein lebendiges Miteinander, ohne Abschottung. Der Panketrail kann ruhig durchs Viertel geführt werden, statt langweilig an der Bahn entlang.

Keine öffentlichen Räume
Keine geschlossenen baulichen Strukturen
Riegel erinnern an Plattenbaurbanität

Toll

Moderationskommentar

Lieber Mostafa Aboughaly,
Danke für Ihre Beiträge. Möchten Sie Ihre Meinung zu den Entwürfen noch etwas genauer beschreiben oder begründen? Was gefällt Ihnen an diesem Entwurf und warum?

Beste Grüße
Moderation SeS

Die Baukörper wirken klobig und nicht kleinteilig wie gefordert. Hier soll maximal Bruttogeschoßfläche entstehen. Mir erschließt sich zudem nicht, wo das Eidechsenquartier entstehen soll - andere Fauna wird auf "externe" Flächen verwiesen, im Niemandsland. Die Unterführung soll genau an der Stelle entstehen, wo jetzt noch einer der wenigen Spielplätze Pankows geduldet ist - man bedenke, daß in unmittelbarer Nachbarschaft eine Schule gebaut wird - wäre dieser Spielplatz nicht gerade deswegen erhaltenswert wie auch die uralten Eichen, die für Schatten und Sauerstoff sorgen?

Dem städtebaulichen Entwurf fehlt die integrative Betrachtungsweise von Architektur, Verkehr und Landschaft. Ein Stadtquartier kann nur im Zusammenwirken der vorgenannten Bausteine fiunktionieren. Das fängt schon bei der Planung an. Erst die Architektur in den Vordergrund stellen und dann die anderen Komponenten drum herum planen kann aus meiner Erfahrung bei anderen städtebaulichen Projekten nicht zum Erfolg führen. In den weiteren Planungsprozessen kommt es dann zu Problemen z. B. im Bereich Verkehr. Da kann der städtebauliche Entwurf noch so gut sein. Es wird zu wenig auf die spezifischen Anforderungen des Quartiers und die Interaktion mit der Umgebung eingegangen. Es wird nur mit Schlag- und Modewörtern wie sie heute auf jedes neue Quartier angewendet werden gearbeitet. Das Pankower Tor ist kein "isoliertes" Quartier sondern lebt von der Beziehung/ Interaktion mit anderen Bereichen. Der "Lärmriegel" zur S-Bahn und der Granitzstraße ist okay. Aber die Innenräumen zwischen den Gebäuden haben zu viel Baumasse. Es fehlt eine Auflockerung durch niedrigere Gebäude. Die Erschließung des Quartiers durch die Straßenbahn wie in den anderen Entwürfen fehlt komplett.

Die Straßenbahn könnte in der Mitte durchfahren-ähnlich wie am Alex! Eben im Schritttempo!

Die Neumannstraße zwischen Kissingen- und Granitzstraße ist eigentlich Kandidat für eine verkehrsberuhigte Zone und darf nicht zukünftig für tägliche tausendfache Zufahrten zum neuen Wohngebiet, Parkhaus Einkaufszentrum und dem nächtlichen/täglichen Lieferverkehr des Einzelhandels geopfert werden und auch nicht der Auto-Zufahrt zum ggf. Unterführungstunnel der Gleise. Hier muss baulich und verkehrsrechtlich dem zu erwartenden stark steigenden Verkehr bereits bei der Planung unbedingt Einhalt geboten werden! Der Hauptverkehr soll eigentlich stadtauswärts in die breite übersichtliche Kissingenstraße abbiegen und stadteinwärts auf der Tangente Granitzstraße an der hier engen Neumannstraße vorbei zu den großen Magistralen rollen! Funktioniert bereits heute nicht gut.

Unser Straßenabschnitt ist eine kleine ruhige Wohnstraße, die schon jetzt immer mehr unter dem Durchfahrtsverkehr leidet. Hier fahren vorrangig Arbeits-Pendler, Ausflügler und LKW, die zur Autobahn A114 bzw. Niederschönhausen/Wedding und weiter wollen. So lässt sich gern der Stau auf der Prenzlauer Promenade und der Berliner Allee umfahren (vor allem wenn man ordentlich Gas im Wohngebiet gibt). In diesem engen Teil der Neumannstraße mit schmalen Bürgersteigen und dicht an der Fahrbahn stehenden Wohnhäusern wohnen vorrangig Ältere und Familien mit Kindern, die schon jetzt durch den Autoverkehr stark gefährdet sind – von der Abgas- und Feinstaubbelastung der Mieter und Passanten ganz zu schweigen. Hier sind die Planer und die Bezirkspolitik gefordert – schon im heutigen Zustand und erst recht mit der geplanten Bebauung der grünen Oase des ehem. Rangierbahnhofs.

Moderationskommentar

Liebe*r RettetDieNeumannstrasse,

danke für Ihren Beitrag. Wir laden Sie herzlich dazu ein, beim digitalem Bürgerforum am 22.02.2021 (18 - 20 Uhr) teilzunehmen, wo Sie Ihre Anmerkungen den Planerteams direkt stellen können. Weitere Informationen zum Forum finden Sie hier: https://www.pankower-tor.de/event-informationen#href=%2Fnode%2F1194&cont...

Darüber hinaus haben wir Ihren zweiten Beitrag unter diesem Dialogthema aufgrund von Dopplung gesperrt (siehe Dialogregeln, Regel Nr. 4). Wir bitten Sie in Zukunft darauf zu achten, keine inhaltsgleichen Beiträge mehrfach zu veröffentlichen.

Herzliche Grüße

Moderation AA

Definitiv der beste Entwurf! Besonders die vielen Grünflächen und der geplante klimaneutrale Betrieb der Gebäude überzeugen mich.

Hier ist das Thema umweltfreundliuch bauen zwar angerissen, aber kaum ausgeführt. Welche Baustoffe finden Verwendung? Holz? Energiekonzept im Einzelnen? Alles wird nur angerissen und bleibt im Wagen. Worüber sollen wir entscheiden? Das alles sind Floskeln, nichts konkretes. Wichtig iost hier, wie wird der Verkehr genau gelenkt? in der Kissingenstraße staut sich ohnehin der Verkehr? Gibt es hierfür eine ökologische Antwort? Wie kann man die Autobahn queren, vielleicht durch eine Unterführung für Fußgänger und Radfahrer?
Diese Vorstellung ist zu unkonkret oder legen Sie sich fest, nur natürliche Materialien zu verbauen? Bitte bauen Sie für unser aller Zukunft.

Das Klima- und Energiekonzept in diesem Entwurf macht einen sehr guten Eindruck. Alle Planerteams sollten sich daran orientieren und es für ihre Entwürfe vertiefen.
Als Netzwerk Fahrradfreundliches Pankow haben wir alle sechs Entwürfe in Hinblick auf Verkehrswende und Klimaschutz bewertet. Wir freuen uns, wenn die Jurymitglieder und Planerteams Anregungen daraus ziehen:
https://www.radpankow.de/2021/02/16/pankower-tor-als-vorbild-fuer-die-ve...

Die nach innen geöffneten Häuserblocks sind bezüglich der Schallisolierung sicher vorteilhaft und bieten den Bewohnern helle, freundliche Wohnungen. Die Architektur könnte aber wohl noch verbessert werden.
Leider hat dieser Entwurf den gravierenden Nachteil, dass hier kein öffentlicher Park für Erholung, Sport und Spiel erkennbar ist. Hier fehlt die „grüne Lunge“. Eine „grüne Luftröhre“ ist zu wenig. Schade, denn in puncto Klimaschutz ist dieses Konzept vorbildlich.

Zu hohe Bebauung
Zu geschlossen

Obwohl zwischen den Baukörpern ein interessantes Raumvolumen entsteht, braucht es doch sehr viel Fläche, um diesen engen und intimen Raum zu schaffen. Insbesondere nach Nord und Süd schotten die Baukörper sich stark ab, sodass man nicht unbedingt eingeladen wird, sich hier hereinzutrauen. Bei dem Begriff „klammerförmig“ bekomme ich leider auch Gänsehaut; es sind nun mal Baukörper und keine Klammern, nur weil das von oben zufällig so aussieht. Und ein- oder ausklammern lassen möchte sich hier sicher auch niemand.

Gerade Richtung Süden hätte man noch attraktivere Räume schaffen können, allerdings sieht man auf dem Plan auch nicht, was der neue „Kissinger Boulevard“ möglicherweise zu bieten hat, sondern nur rote Akustikwarnungen, die eher abschrecken. So laut ist die Straße jetzt wirklich nicht.

Der potenziell schöne Teil mit den Nahversorgen wirkt leider viel zu klein und wird vom westlichen Elektrofachmarkt total dominiert. Wer dann noch die kleinen Läden findet, hat schon viel Glück gehabt.

Mit einer Grünraumplanung könnte ich mir den Panke-Trail sogar vorstellen, auf den Plänen sieht man davon aber leider nichts.

Insgesamt zu viele große Gesten für zu wenig gewinnbringende Räume. Nur das Energie -und Nachhaltigkeitskonzept bietet interessante Ansätze.

1/5 Sterne

Mir gefällt diese Variante am besten. Vor allem überzeugt mich die Nutzung der Dächer, die für nachhaltige Energieversorgung und zusätzliche Begrünung des Wohngebietes sorgt. Auch der lärmschützende Aufbau, der die Zirkulation von warmer Sommerluft ermöglicht ist für mich ein Argument für diese Ausarbeitung.
Leider gibt es bei dieser Variante keinen Platz für kleine bunte Höfe, die schön für die Bewohner wären.

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