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Planerteam: 03 Architekten GmbH, grabner huber lipp landschaftsarchitekten, stadtplaner partnerschaft mbb

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Planerteam: TCHOBAN VOSS Architekten, MACHLEIDT Städtebau + Stadtplanung, ST raum a. Landschaftsarchitekten, Freie Planungsgruppe Berlin Verkehrsplanung

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Neues Stadtquartier Pankower Tor

Planerteam: ASTOC Architects and Planners, KRAFTRAUM, BSV

 

Lebendige und nachhaltige Nachbarschaften am grünen Boulevard als Bindeglied für Pankow

Der Entwurf orientiert sich an der Bestandsbebauung der 30er Jahre und der nördlich gelegenen Bahntrasse. Der Teilbereich A sieht einen Park mit Integration von einer Kita und einer Fahrradstation am Bahn-Haltepunkt vor. An der Berliner Straße entsteht ein Auftaktplatz mit Handelsschwerpunkt. Nach dem zentralen Park, setzt sich die Baustruktur als zweihüftiges System aus Wohnhöfen fort. In dessen Mitte verläuft ein öffentlicher, autofreier Boulevard durch die Teilbereiche C-E bis zur Prenzlauer Promenade. Um den zentralen Park gibt es mehrere öffentliche und kulturelle Nutzungen. Die Wohnhöfe schirmen sich zur Bahn ab, sodass in deren Mitte ruhige Aufenthaltsqualitäten entstehen. Die Freiraumbereiche vernetzen sich, bieten attraktive Aufenthalts- und Erholungsräume und dienen als Biotoptrittsteine. Als zukunftsgerechtes, autoarmes Quartier werden notwendige Stellplätze in zwei Mobilitätsstationen sowie in Quartiersgaragen im Bereich B untergebracht. Im Teilgebiet D befinden sich die neue Grundschule und eine weitere in einen Wohnhof integrierte KITA, welche ihre Außenbereiche zum nördlichen Freiraum orientieren.

Um den Konzeptplan und die Visualisierungen des Entwurfs anzuschauen, klicken Sie auf die unten angezeigten Bilder:




Was gefällt Ihnen an diesem städtebaulichen Ansatz? Wo sehen Sie Verbesserungsbedarf, woran sollten die Planer*innen noch arbeiten und warum?

Kommentare

Dass der autofreie Boulevard das gesamte Stadtviertel erschließt, finde ich sehr eine tolle Grundidee. Dadurch werden auch die privaten Gartenhöfe und der öffentliche Bereich sehr gut getrennt. Hier wäre die Detailfragen spannend: Ist es eine klassische Straße mit Bürgersteigen und Lieferzonen? Ist es eine Mischverkehrsfläche? Wie funktioniert das für Fußgänger, die schnell und sicher zur Tramhaltestelle wollen? Wie für Radfahrende, wo kann man sich mal hinsetzen?

Die halböffentlichen Höfe der Handelszone bieten für Fußgänger eine super Alternative zu den eher verkehrlich geprägten Bereichen der Granitzstraße und des Panketrails an den Bahngleisen. Ist eine Passage durch den ersten Baustein geplant?

Wer die Baublöcke mit der Nachbarschaft vergleicht, sieht wie klein die geplanten Höfe sind. Da scheint die Sonne nur von 12 bis halb eins auf den traurigen Rasenfleck. Die Makler- und Betonindustrie wird über die vielen Wohnungen jubeln, aber mir ist das zu eng.

Die Höfe sind in allen Berliner Hinterhöfen auch nicht mehr mit Sonne beseelt. Schatten hat man in der Stadt viel. Und, der ist in den immer wärmer werdenden Perioden auch wichtig und logisch. Besonders für Pflanzen. So riesig ist die Fläche insgesamt dann doch nicht, dass man sich hier riesige Innenhofflächen leisten kann. Fakt ist, Berlin benötigt immens viel Wohnraum. Auch die Berliner, die hier schon immer leben. Innenhöfe und deren Flächen werden durch die Menschen selbst gestaltet. Da muss nicht nur Rasenfläche stehen.

Fünf bis sechsgeschossige Gebäude in dieser Dichte, da möchte man sich zwischen September und April nicht in den Höfen aufhalten.

mit dem Kissingenviertel zeigt, dass dort auch mid. 5 Etagen vorhanden sind. Also auch nicht niedriger, sollte man sich mal vor Ort anschauen. Durch eine geschickte Staffelung der Bauhöhen kann hier aufgelockert und besser belichtet werden bei Höfen.

Wie schade, dass die Chance eine große, zusammenhängende und damit wirklich für alle nutzbare Grünfläche zu schaffen hier vertan wird.

dem kann ich mich nur anschließen

Das ist ja auch keine Grünfläche, sondern ein Baugebiet mit Grünflächen als Teil davon. Wenn Sie Grünflächen wollen, fahren Sie nebenan in die Schönholzer Heide, in den Bürger- oder Schlosspark.

Wenn wir sowas bauen wollen. Das ist von vorgestern. Die Architekten trifft keine Schuld. Die müssen liefern.

Das ist privates Land. Darauf basiert unser lange Zeit erfolgreiches Wirtschaftsmodell.
Der Eigentümer bezieht schon ohne Not alle ein. Wenn Sie wollen, kaufen Sie Land und machen einen öffentlichen Park.

Oder enteignen Sie einfach alle!

Es steht zu hoffen, dass die zweite Planungsphase (besonders an enigen Stellen) eine lichtere Bebauung schafft.
Sehr schön ist die Idee eines Schulcampus mit Zugang zum Park.

Der Entwurf überzeugt durch eine klare Linie im städtebaulichen Entwurf und der Strukturierung von öffentlichen und privaten Grünflächen.
Ich vermisse jedoch im Teil A am Pankower Bahnhogf eine adäquate Nutzung. Hier gehört aufgrund der zentralen Lage kein Mini-Park hin, sondern hier ist Platz für ein Punkthochhaus, dass in den Sockelgeschossen eine neue attraktive Bibliothek für alle Pankower*innen bietet - hier ist sie nämlich für alle, und nicht nur für die Quartiersbewohner*innen gut zu erreichen. Den dafür vorgesehenen Platz in der Quartiersmitte könnte ein in Pankow dirngend benötigtes Hallenbad einnehmen.
An Unterführung zur nördlich der Bahn gelegenen Hadlichstraße fehlt offenbar der geforderte Abzweig vom PankeTrail in Richtung Neumannstraße.
Eine Anregung zur Tramstrecke, die teilweise durch das Quartier führ:. Lässt hier ggf. die Strecke mit einem brückenartigen Bau überbauen, um die "verlorene" Freifläche nicht nur für die Nahverkehrsstrecke, sondern eben auch für den Wohnungsbau zu nutzen?
Im Sinne eines Dichtekonzeptes würde ich mir an den jeweiligen ÖPNV-Haltestellen eine städtebauliche Akzentuierung, z.B. durch eine etwas höhere Bebauung wünschen.

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Das Hallenbad wird am alten Standort am Freibad entstehen.

Mir fehlt hier die Ausführung dazu, inwieweit die Häuser klimaneutral sein werden. Zukunftsgerechtes Bauen ist heute absolut notwendig! Fassaden- und Dachbegrünung, sowie dezentrale Energieerzeugung müssen miteinbezogen werden.

Das Kulturzentrum hört sich nett an!
Den Part dierekt neben der Haltestelle an der Granitzstraße finde ich fehlplaziert - ich denke nicht, dass der viel Aufenthaltsqualität haben wird.

Wohin soll denn die neue Straßenbahn führen?

Einfach perfekt, bitte genauso umsetzen! Ich wünsche mir am Bhf Pankow ein grosses Fitnessstudio. Gerne könnten auch die Achtgeschosser duch Türme von ca. 100 Metern ersetzt werden!!!

Der Boulevard sowie die beiden räumlich getrennten Grünbereiche "Park" und "Stadtnatur" sind sehr gelungen. Sowohl eine Belebung des Viertels ist durch den Boulevard verbunden als auch durch die beiden Grünbereiche eine Auflockerung des gesamten Gebiets.
Zu Prüfen wäre, ob die Tram nicht vollständig über die Granitzstraße und Prenzlauer Promenade geführt werden kann. So wäre der Boulevard zusammenhängend nicht von einem Verkehrsmittel zerschnitten und an den Gleisen steht mehr Fläche für Grün und Natur zur Verfügung.
Den sehr lang gezogenen Baukörper im westlichen Teil sollte eventuell kleiner ausfallen, da dieser - je nach Architektur - sehr monoton und streng sein kann und den offenen Charakter des Quartiers östlich vom Park nicht entspricht.

Die viel zu kleinen Blöcke werden über Fugen geöffnet, was den privaten Charakter der Innenflächen dieser ‚Inseln‘ konterkariert. Die Zuordnung öffentlicher Nutzungen in Solitären an öffentlichen Plätzen ist zu begrüßen. Leider löst sich dieses klassisch städtebauliche Prinzip in Richtung Prenzlauer Promenade auf. Der Raum entlang der Granitzer Str. ist auch unter Berücksichtigung der Tram-Bahn viel zu breit. Er erscheint dadurch als Trennung zum vorhandenen Quartier.

Uns ist der Raum nicht zu klein! Wir müssen hier auch wohnen. Und wollen nicht von den 6 oder 8 Geschossern erdrückt werden.

Schöner Entwurf. Vorbildlich finde ich im Vergleich zu den anderen Beiträgen, dass hier über die gesamte Länge des Quartiers entworfen wurde - vom Bahnhof Pankow über die Schleife der Tram bis zur Autobahnbrücke. Toll finde ich auch die Freiraumqualitäten mit dem zentralen Boulevard innerhalb des Quartiers. Die Reihung der Sonderbauten und die verbundene Setzung von Identitäten an den Plätzen ist clever. Das Quartier lässt sich von West nach Ost durchlaufen und verliert durch die verschiedenen Raumqualitäten nicht an Spannung. Auch ostwärts der Einmündung der Tram von der Granitzstraße nach Norden setzt sich das Quartier heterogen fort. Der zentrale Park als "Umlenker" ist gut gesetzt. Der Solitär auf dem Platz sitzt. Die Stadtnatur im östlichen Bereich überzeugt mich. Die Formen und Größen der Blockränder passen an sich, jedoch bezweifle ich die optimale Belichtung des Atrumgebäudes am Park und die Länge des Blockrandes im östlichen Bereich ist aufgrund der 30er Jahre Bauten gegenüber zwar nachvollziehbar, jedoch meines Erachtens nicht mehr zeitgemäß. Hier sollte der Blockrand evtl. in der Mitte geteilt werden. Insgesamt wirkt alles sehr heterogen, kleinteilig und gibt viel Raum für unterschiedlichste Freiraum -und architektonische Qualitäten - Mein Favourit von Allen! -Anwohner und Stadtplaner-

Ein wenig zu verspielt vielleicht, und ob dieses Quartierszentrum auf Höhe Neumannstrasse wirklich sinnvoll ist anhand der vielen Pankower Zentren, mag ich bezweifeln. Aber interessant.

Mir gefällt die Idee, offene und autofreie Grünflächen zu schaffen, die von allen (nicht nur den direkten Anwohnern) genutzt werden können.. Bäume als Abschirmung für die S-Bahn-Gleise halte ich auch für sinnvoll.

Das Konzept jeden KFZ-Individualverkehr in Hubs abzufangen wird hier mit einem zentralen Boulevard sehr gelungen umgesetzt. Die Bebauung wird von der stark befahrenen Granitzstrasse durch die Tram und Baumreihen etwas abgeschirmt. Gelungen erscheint mir die Verlegung der Tram, um so den Boulevard zentral zu beleben und in die Teile C und D (mit Schule, aber in Wohnbebauung integriert!) anzuschließen an den ÖPNV. Die Mobilitätshubs liegen auch so, dass nur wenig Kreuzungen mit den dort frei sich bewegen könnenden Menschen auf dem Boulevard & Park stattfinden. Das Verkehrskonzept wird sicherlich spannend, wenn es um Details (zeitlich eingeschränkte [?!] Anlieferungen etc) geht. Kita und Schule erscheinen auch sehr gut positioniert und integriert. Der Übergang zum leider wuchtigen Möbelhaus ist durch die Bebauung dorthin (Büros?) abgemildert.
Negativ aufgefallen sind mir aber die sehr dichte Bebauung und die damit ggf recht engen Höfe. Hier wären Analysen der Lichtsituationen sinnvoll.

Die geringfügige Verlegung der Straßenbahntrasse ist ein cleverer Schachzug. Dadurch wird das Baufeld D aufgewertet und die Schule kann einen besser ins Quartier integrierten Standort erhalten als bei allen anderen Entwürfen. Der autofreie Boulevard mit der Abfolge von Quartiersplätzen und dem südlichen Park als attraktivem Gegenüber des Kissingenquartiers verspricht attraktiv zu werden. Der Preis dafür sind allerdings der Verzicht auf einen zusammenhängenden, größeren Grünraum und die recht dichte und hohe Bebauung, die (noch) etwas monoton und unspezifisch erscheint.
Die außerhalb des Planungsbereichs gelegene "Fachmarktplanung", die mit städtebaulich linkisch noch sehr wohlwollend umschrieben ist, stellt hoffentlich nur eine Chiffre vor einem noch durchzuführenden Realisierungswettbewerb dar?

Liebe Leute, ihr plant hier in Berlin und nicht in einer Stadtrandlage. Euer Konzept hat einige charmante Elemente, wie Wohnhöfe und der Boulevard, aber hier sollen Menschen mit normalen Bedürfnissen leben. Klasse, dass man beim Einkaufen vor der Möbelhaus offensichtlich zum Einladen parken kann, aber beim Ausladen nicht. Letztlich sind bei so viel grün-idelogischer Überfrachtung nur Wohnschließfächer herausgekommen. Wo ist die Urbanität?

Enturbanisierung ist das Ziel der RRG Eliten und vieler Träumer und Möchtegernweltverbesserer. Berlin back to Dorf.

Das schönste am Entwurf ist der Boulevard. Flanieren passt da hin. Der Park an der Granitzstraße ist auf der einen Seite schön – es öffnet sich, auf der anderen Seite wird die Aufenthaltsqualität an einer belebten Straße schlechter sein als im Park am Panketrail.
Und den Verkehr eines Radschnellweges durch ein Kulturzentrum zu schicken - das gibt doch nur Konflikte mit Anwohnern / Bewohnern und Fußgängern. Die Kita auf die grünfläche zu setzen – Gründfläche ist kostbar. Kita nach vorne – die Kinder sollen auf der Grünfläche spielen können.
1. Problem die Ausschreibung - 0,4 - 0,6 PKW Stellplätze - was soll das denn? Das würde nur Sinn machen, wenn man echte Quartiersgaragen möchte, die dann aber auch ganz viele Stellplätze von der Granitzstraße aufsaugen und die Stellplätze da verschwinden. Leute, die Autos wollen, können überall wohnen. Es würde sich aber viele finden, die auf das Auto (deshalb auch Mobihub mit Carsharing) verzichten könnten. Quartiersstraßen - Müll / Handwerker,.. alles von vornerein so "alt" und "Berlin" gedacht. Schade.
2. Auch dieser Entwurf zeigt nur 3 Bilder, in schlechter Auflösung und wenig Details für ein Bauprojekt, bei dem wir (die Bürger) uns auch äußern dürfen (obwohl das nicht berücksichtigt werden muss). Viel zu viele Zufahrten zu den Tiefgaragen. Dann stoppen die Radfahrer in der Granitzstraße 4 mal, bis sie durch sind. Und dann es eine grüne Radfahrerwelle gibt, das ist in unserer Stadt kaum absehbar.
BITTE: wenn schon Tiefgarage (das wird vielleicht in den nächsten 10 Jahren eine Investruine - oder gibt es da schon Nachnutzungskonzepte?) - dann bitte eine zentrale Einfahrt, innen drin kann man das immer noch aufteilen in Besucher und Bewohner.
Und bitte in Abstimmung mit SenUVK die zentrale Stätte Berliner Straße aufwerten! Hier sollten nur wenig Konflikte entstehen von Personen, die von der U-Bahn zur Straßenbahn wollen oder von der Straßenbahn auf den Platz. Kann denn die zentrale Straßenbahnlage nicht zu einer Seitlage geändert werden, dass da nur 1 x Konflikt bleibt?
Bitte: unbedingt die Brücke über die Berliner Straße lassen. Wenig Straßen. Eine Tiefgarageneinfahrt.
Und Ausschreibung: bitte nochmal überlegen / nachverhandeln: eine 2. Querung (etwas nördlicher) der Bahntrasse würde Pankow gut tun. Es sollte auch von da Radverkehr gesaugt werden und die Menschen sollten einfachen Zugang in das Quartier bekommen. Ausschreibung 2: für die Kitas: 200 Kinder - 10 Autoparkplätze, 12 Fahrradstellplätze? Mobiwende + neues „Vorzeige“quartier stelle ich mir etwas anders vor.

Der im Quartier gelegene Boulevard ist schön.

Generell für alle Planungen die Anregung, lieber weniger Wohn- und Gewerbeeinheiten zu planen, dafür den Focus mehr auf großzügigere Innenhöfe, Park- und Spielflächen zu richten. Evt. die Granitzstraße zu zwei stumpfen Sackgassen zurückbauen, und dafür im Bereich der Neumannstraße das Kissingenviertel und das Pankower Tor durch eine großzügigere Parkfläche verbinden. Die Tramstrecke durch die Wohnbebauung zu planen, ist ein interessanter Ansatz. Vielleicht auch den Panketrail durchs Wohngebiet führen?

erfreulich, dass das (lockere) Entwurfs-Muster
bis zur Prenzlauer Promenade ausgedehnt wurde… auf diese Weise wird auf den Zusammenhang hingewiesen; der Fachmarkt bekommt quasi Nachbarschaft. (Wer den Fachmarkt an der Landsberger kennt/ erlebt hat, weiß, wie LEER so ein Ort sein kann)

Bitte auch hier mehr Verbindungen von Damerowstr Richtung Süden…
die Trennung durch die S-Bahn überwinden!
die Schule ist auch hier „am Ende“, aber weniger isoliert.
Die Strukturierung mit Parkhäusern/Tiefgaragen könnte klappen (im Sinne von: glaubhaft)

bitte die Extra-Verbindung zur Damerowstr… passend zur Haltestelle

Mich überzeugt keiner der Vorschläge. Warum? Weil es so scheußlich und langweilig aussehen wird wie in der Heidestraße! Nur Blöcke!

Insbesondere der Boulevard in der Mitte des Viertels und der Park / Platz, der die Neumannstr. mit dem nördlichen Pankow verbindet überzeugt mich. Die Bebauung könnte vielleicht etwas aufgelockert werden und dafür Hochpunkte an der Prenzlauer Allee geschaffen werden.

Schön grün, Parks usw., gut gedacht - aber:
Die Neumannstraße zwischen Kissingen- und Granitzstraße ist eigentlich Kandidat für eine verkehrsberuhigte Zone und darf nicht zukünftig für tägliche tausendfache Zufahrten zum neuen Wohngebiet, Parkhaus Einkaufszentrum und dem nächtlichen/täglichen Lieferverkehr des Einzelhandels geopfert werden und auch nicht der Auto-Zufahrt zum ggf. Unterführungstunnel der Gleise. Hier muss baulich und verkehrsrechtlich dem zu erwartenden stark steigenden Verkehr bereits bei der Planung unbedingt Einhalt geboten werden! Der Hauptverkehr soll eigentlich stadtauswärts in die breite übersichtliche Kissingenstraße abbiegen und stadteinwärts auf der Tangente Granitzstraße an der hier engen Neumannstraße vorbei zu den großen Magistralen rollen! Funktioniert bereits heute nicht gut.

Unser Straßenabschnitt ist eine kleine ruhige Wohnstraße, die schon jetzt immer mehr unter dem Durchfahrtsverkehr leidet. Hier fahren vorrangig Arbeits-Pendler, Ausflügler und LKW, die zur Autobahn A114 bzw. Niederschönhausen/Wedding und weiter wollen. So lässt sich gern der Stau auf der Prenzlauer Promenade und der Berliner Allee umfahren (vor allem wenn man ordentlich Gas im Wohngebiet gibt). In diesem engen Teil der Neumannstraße mit schmalen Bürgersteigen und dicht an der Fahrbahn stehenden Wohnhäusern wohnen vorrangig Ältere und Familien mit Kindern, die schon jetzt durch den Autoverkehr stark gefährdet sind – von der Abgas- und Feinstaubbelastung der Mieter und Passanten ganz zu schweigen. Hier sind die Planer und die Bezirkspolitik gefordert – schon im heutigen Zustand und erst recht mit der geplanten Bebauung der grünen Oase des ehem. Rangierbahnhofs.

Vielen Dank, dass hier über konkrete Vorhaben gesprochen wurde. Das kann ich mir bildlich vorstellen. Und auch der Lärmschutzaspekt wurde gewürdigt. Mir fehlt der Hinweis, mit welchen Materialien wird gebaut? Wie ist die Energieversorgung gewährleistet, Wärmepumpe, energieneutral, vielleicht kann auch die Nachbarschaft noch profitieren? Ladestellen für E-Mobilität? Bitte beantworten Sie diese Fragen noch in Richtung Schutz der Umwelt, dann ist alles gut.

Dies ist ein städtebaulicher Entwurf der sehr gut erläutert wird und den ich auf Anhieb nachvollziehen konnte. Man merkt sofort an Hand des Textes und des Videos, das sich das Planerteam integrativ mit dem Entwurf intensiv beschäftigt und die Umgebung mitgedacht haben. Es mag zwar in den Details noch Verbesserungen und ein Anpassungsbedarf in den weiteren Planungsstufen geben, aber insgesamt finde ich die Gesamtkonzeption gelungen. Architektur, Verkehr und Landschaft sind zusammen gedacht worden. Der Boulevard innerhalb des Quartiers bietet eine Aufenthaltsqualität und hebt sich wohltuend von den anderen Entwürfen ab. Die verkehrlichen Belange sind ausreichend berücksichtigt. Ein sogenanntes "autofreies Quartier" kann es in seiner reinsten Form nicht geben. Zum Beispiel müssen die Rettungsdienste (Feuerwehr, Krankenwagen), Behinderte und Müllfahrzeuge immer die Möglichkeit alle jeweils für sie relevanten Punkte zu erreichen. Fahrwege müssen auch für die Ver- und Entsorgungsdienste oberirdisch freigehalten werden, damit die unterirdischen Leitungen bei Havarie erreichbar sind. Der Begriff "autoarmes Quartier" passt hier besser.

Es wird nichts über erneuerbare Energien gesagt. Werden alle Autostellplätze für Elektromobilität vorgerüstet? Wird das Viertel klimaneutral oder evtl. sogar Nettoenergieproduzent?

Der Boulevard für Rad- und Fußverkehr in diesem Entwurf ist ein gutes Planungselement, an dem sich alle Planerteams orientieren sollten. Berlin muss auch außerhalb der Innenstadt weitgehend autofrei werden!
Als Netzwerk Fahrradfreundliches Pankow haben wir alle sechs Entwürfe in Hinblick auf Verkehrswende und Klimaschutz bewertet. Wir freuen uns, wenn die Jurymitglieder und Planerteams Anregungen daraus ziehen:
https://www.radpankow.de/2021/02/16/pankower-tor-als-vorbild-fuer-die-ve...

In diesem Konzept fehlen klare Gedanken zur Installation von Kultur und Freizeit. Leider kein Hallenbad, keine "Bolzplätze" keine Möglichkeiten zur Ansiedlung von Sportvereinen, kein Jugendzentrum oder aber auch Seniorenzentren o.ä. ähnliches angedacht. Auch wenn viele Mitmenschen eine autofreie Stadt Berlin befürworten. 2000 Wohnungen werden auch mindestens 1000 Stellplätze fordern und dazu vermutlich mindestens 3000 Fahrradgaragen. Wie von Vorgängern zitiert keine Hinweise auf ökologische und nachhaltige Bauweise. Aktuell erscheint der Entwurf eher als Gettho und lädt nicht wirklich zu offenem Wohnen ein. Wie wird eigentlich für den zu und Abluss der Besucher des Möbelhauses gesorgt. Bei aktuellen Öffnungszeiten können sich die Anlieger auf Kundenströme von Montags bis Samstag freuen.
JoPa

Mir gefällt an diesem Konzept, dass es einen mittig geführten autofreien Boulevard vorsieht, und dass es zwei Parks realisieren möchte - einen, der das neue Quartier zur bestehenden Bebauung hin öffnet, und einen zweiten, der vor allem die Bewohner des östlichen Bereichs erfreuen wird.
Ob die Tram (um die Kurven quietschend) durch’s Wohngebiet geführt werden sollte und dort wertvollen Platz beansprucht, sollte noch mal durchdacht werden. - Weshalb wird hier eigentlich keine Bus-Linie anstelle der Straßenbahn geplant? Es gibt doch schon eine Buslinie in der Granitzstraße. Wenn dieses Bauvorhaben fertiggestellt ist, werden in Berlin voraussichtlich nur noch E-Busse fahren, die geräuscharm sind, die Luft nicht verunreinigen und flexibel an neue Verkehrserfordernisse angepasst werden können.
Folgende weniger anheimelnde Fragen stellen sich mir auch noch: Wo werden eigentlich die Mülltonnen der einzelnen Gebäude stehen und wo sind für die Häuser im nördlichen Bereich die Zufahrten für die Entsorgungsfahrzeuge? Auch Umzugswagen, Krankenwagen, Lieferdienste, Handwerkerfahrzeuge usw. benötigen solch eine zumutbare Zufahrt. Die Erfahrung lehrt, dass, wenn keine effiziente Zufahrt für diese Fahrzeuge angeboten wird, diese sich ihre eigenen (kürzeren) Wege entlang von Fußwegen o.ä. suchen und störende Reifenabdrücke in Rasenflächen hinterlassen.
Im dritten der obigen Bilder lese ich an dem Gebäude, das am vorderen Park steht: „Residenz am Park“. Ist damit eine Senioren-Residenz für Betreutes Wohnen gemeint? Dafür würde mit Sicherheit großes Interesse bestehen. In der jetzigen Planung bekommt allerdings das „Hinterhaus“ dieses Gebäudes zu wenig Sonne ab. Vielleicht könnte das „Vorderhaus“ flacher und das „Hinterhaus“ höher gebaut werden? - Ich bin sicher, dass die Experten eine gute Lösung für dieses Problem finden.

Insbesondere der östliche Teil weiss durch die räumliche Gliederung zu überzeugen. Die Volumen lassen einen ruhigen Boulevard entstehen, der durch Park, Quartierszentrum und Schulvorplatz gegliedert wird. Mit Läden und Cafés im EG kann man sich hier ein neues Stück Stadt vorstellen. Das Möbelhaus abzugrenzen ist sicher von großem Vorteil. Die Bewohner wollen davon möglichst wenig mitbekommen und es gibt viele schönere Orte als einen Parkplatz.

Der westliche Auftakt in das Gebiet wirkt allerdings etwas grob, erinnert an das E-Center nahe S-Westhafen. Das wäre etwas aufgebrochen sicher erträglicher.

Interessant wird die Gestaltung des Boulevards an der Granitzstr in Begleitung der Tramlinie. Hier an der Südseite darf gerne etwas angeboten werden.

4/5 Sterne

+ schöne Idee der Nutzung der Fläche (+Wasserfläche, Spielplätze ...) und gute Integration ins Stadtbild.
+ gute, ausführliche Anschaulichkeit der geplanten Flächennutzung - A & O
+ insgesamt gute Integration der Infrastruktur.
+ guter Ansatz, Gelände Verkehrsfrei zu gestalten.
- im Sinne der Nachhaltigkeit könnte neben des Weglassen des Verkehrs noch zur aktiven nachhaltigen Energiegewinnung beigetragen werden (z.B. Solaranlagen an unauffälligen, nicht störenden Orten)

Beste Idee zur Bebauung

Die Idee der grünen Oase gefällt mir sehr gut, ich hoffe nur, dass die Wohnblöcke nicht zu dick werden.
Nicht nur die Bürger Pankows würden von dem Projekt profitieren, sondern alle!

Was so schön auf der Pankower Tor Fläche aussieht und so idyllisch scheint wird der Horror des Kissingenviertels werden. Autos von zig neuen Bewohnern werden sich hier quetschen. Ich hoffe die Hubs sind kostenfrei!
Kommen sie an den Kissingenplatz und sehen sie sich das an: Sattelschlepper, Kühllaster, etliche Kleinbusse, neuerdings robben und wientjes sowie andere Mietwagen belagern die Straßen.

Liebe Planer,
leider haben Sie mit Ihrer Planung eines der Biodiversitätsziele der Stadt Berlin verletzt - Berlins letzte Population der Kreuzkröte wohnt genau da, wo Sie nun Häuser planen. Nur 5 ha würden den Tieren helfen, Berliner zu bleiben und als streng geschützte FFH-Art ist Berlin besonders zu ihrem Schutz verpflichtet...zumal gerade erst Klage gegen Deutschland aufgrund unzureichender Umsetzung der FFH-Richtlinie verklagt wurde. Warum hört man den NABU nicht an? Diese haben bereits vor Jahren Ideen präsentiert um Neubau UND Amphibien zu ermöglichen. Wo bleibt das "Grün" in Rot-Rot-Grün?

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